Ziff: Weiterbildung in 5 Modulen + Praxisvertiefung (optional)

Der ziff-Prozess ist aus der praktischen, therapeutischen Arbeit mit Klienten auf den Grundlagen der neuro-linguistischen Programmierung heraus entwickelt worden. Er basiert auf der Annahme der Selbstverantwortung. Es geht  darum, Menschen anzuleiten, die Hintergründe ihrer Symptome zu verstehen und selbstverantwortlich damit umzugehen statt die Verantwortung an Ärzte oder Therapeuten abzugeben. Therapeuten sollten die Bedeutung von Selbstverantwortung verstanden haben und in der Lage sein, benötigte Ressourcen zur Problemlösungbei ihren Klienten zu aktivieren. In den jeweiligen Modulen werden die Zusammenhänge und Hintergründe für ausgewählte “Störungsbilder” theoretisch vorgestellt. Wer Interventionen erfolgreich bei anderen anwenden will, muss diese bei sich selbst erlebt haben. Die Teilnehmer  erleben den ziff-Prozess  in Form von Demonstrationen sowie in der Anwendung in Kleingruppen bei sich selbst. Die vielfältigen Prozessverläufe werden ausgewertet, so dass sie als Erfahrungswissen für die künftige praktische Anwendung zur Verfügung stehen.



Grundlagen und Anwendung des Ziff-Prozesses

(1) Grundlagen für den ziff-Prozess

Die Verantwortung für psychische und körperliche Symptome zu übernehmen ist die Voraussetzung für den ziff-Prozess. In diesem Block geht es darum, zu verstehen, was es bedeutet, selbstverantwortlich zu leben. Und bei sich selbst zu entdecken, wo wir gerne die Verantwortung abgeben. Darüber hinaus werden die hypnotherapeutischen Grundlagen der  Arbeit in Trance-Zuständen vermittelt.

Inhalte:

        • Selbstverantwortlich leben – was heißt das?
        • Die Polarität unserer Grundbedürfnisse
        • Ersatzbedürfnisse – falsche Wege zu Wohlbefinden und “Glück”
        • Glaubenssätze
        • Erwartungen – die Programmierung auf Unzufriedenheit
        • Die Beziehung zum Klienten: Rapport, Pacing, Leading
        • Assoziiertes und dissoziiertes Erleben, Aktivierung vorhandener Ressourcen
        • Die Arbeit mit dem Unbewussten
        • Arbeit mit Trance-Zuständen (Induktion, Sprachmuster, posthypnotische Suggestionen etc.)

(2) Die Durchführung des ziff-Prozess

Der ziff-Prozess will Betroffene motivieren, ihre psychische und körperliche Signale als wichtige Hinweise ernst zu nehmen. Symptome zeigen auf, wo Klienten derzeit ihre Selbstverantwortung nicht wahrnehmen. Dafür bedarf es einer konsequenten Gesprächsführung. Es wird gezeigt, wie wir Betroffene anleiten können, ihre aktuelle Situation nicht mit dem Verstand wahrzunehmen, sondern zu fühlen. Der ziff-Prozess wird demonstriert und in Kleingruppen geübt.

Inhalte:

        • Die „Botschaft“ des Symptoms
        • Analyse der Lebensrealität bezüglich des Symptoms
        • Verbale Induktionstechnik
        • Ablauf des ziff-Prozesses mit Demonstration und praktischen Übungen
        • Anwendungsfelder für den ziff-Prozess
        • Einbindung des ziff-Prozesses in den therapeutischen Verlauf
        • Die Abgrenzung des ziff-Prozess zu anderen Methoden

(3) Der ziff-Prozess bei körperlichen Symptomen

Die meisten Menschen haben gelernt, bei Erkrankungen die Verantwortung an Ärzte abzugeben. Letztendlich aktiviert aber nur Selbstverantwortung die körpereigenen Selbstheilungskräfte. Wir müssen verstehen, dass uns unser Körper mit körperlichen Symptomen wichtige Hinweise geben will. Vor allem chronische Erkrankungen können häufig nicht geheilt werden, weil die Betroffenen die Botschaft ihrer Erkrankungen nicht hören wollen. Dabei geht es nicht um eine Abkehr von schulmedizinischen Behandlungen. Ganz im Gegenteil. Viele Ärzte versuchen mit all ihrem Wissen und ihrer Erfahrung auf die “körperliche” Seite einzuwirken. Oft bleibt dabei aber die “seelische” Sicht ungehört. Notwendige Operationen, Chemotherapien oder Bestrahlungen sind deutlich wirksamer, wenn der Betroffene  diese aktiv unterstützt. Dafür muss er aber verstanden haben, welche Botschaft ihm seine Erkrankung geben will.

Inhalte:

        • Das Zusammenspiel Körper-Seele-Geist
        • Grundlagen der Zell-Kommunikation
        • Aktivierung von Selbstheilungskräften bei körperlichen Symptomen 
        • Der selbstverantwortliche Umgang mit chronischen Schmerzen 
        • Die Einbindung des ziff-Prozess bei lebensbedrohliche Erkrankungen

(4) Der ziff-Prozess bei psychischen Symptomen

Psychische Symptome werden in der schulmedizinischen Behandlung meist irgendwie “handhabbar” gemacht: Menschen werden “beruhigt” oder “aktiviert”.  In den gängigen Psychotherapien werden sie angeleitet, ihre Symptome zu “unterdrücken” oder damit “umzugehen”. Auch psychische Symptome haben eine wichtige Botschaft. Betroffene müssen lernen, diese zu erkennen und zu verstehen. Oft signalisieren sie, dass seit langem unterdrückte Gefühle endlich gefühlt werden müssen.

Inhalte:

        • Abschied, Trennung und Trauer
        • Stress und burn-out
        •  Depressive Verstimmungen
        •  Angststörungen
        • Zwangsverhalten
        • Suchtverhalten

(5) Praxis-Vertiefung

Inhalte:

        • Bearbeitung eigener Beratungsfälle
        • Supervisorische Reflexion der eigenen Arbeit
        • Bearbeitung eigener Blockaden in der Anwendung des ziff-Prozesses


Alle Seminare sind einzeln buchbar, bauen jedoch aufeinander auf und können nur nacheinander besucht werden. 

Voraussetzungen:

Die Ausbildung richtet sich an Menschen in (psycho)therapeutischen, medizinischen, erzieherischen und beratenden Arbeitsfeldern. Der ziff-Prozess ist eine intensive therapeutische Intervention zur Verarbeitung emotionaler Blockaden. Teilnehmer sollten bereits über Kenntnisse in der therapeutischen Arbeit mit Klienten verfügen (z.B. Heilpraktiker-Ausbildung). Grundlagen der Neuro-linguistischen Programmierung (NLP-Practitioner-Level) oder aus einer verhaltens-, system- oder hypnotherapeutischen Weiterbildung sind hilfreich. Sollten diese nicht vorhanden sein, klären Sie Ihre Zugangsvoraussetzungen vor der Anmeldung ab.

Dauer:
Pro Modul jeweils Freitag 14 Uhr bis Sonntag 14 Uhr

  • Freitag: 14-19 Uhr
  • Samstag: 10-18 Uhr
  • Sonntag: 10-14 Uhr

Termine:

Modul 1: 4.-6. Dezember 2020

Modul 2: 8.-10. Januar 2021

Modul 3: 12.-14. Februar 2021

Modul 4: 16.-18 April 2021

Modul 5: 14.-16 Mai 2021

Veranstaltungsort: Herzogenaurach

Kosten:
pro Modul 295 EUR inkl. Unterlagen

Sie sind interessiert? Bitte melden Sie sich über das Kontaktformular an.

Vertiefungs-Bausteine

Je nach eigenem Arbeitsschwerpunkt kann im Anschluss ein Vertiefungs-Baustein gewählt werden. Dafür ist die Teilnahme an den Seminaren 1-4 Voraussetzung. Im Vertiefungs-Baustein steht der fundierte Erfahrungsaustausch in einer Gruppe von Kollegen und Kolleginnen mit ähnlichen beruflichen Schwerpunkten im Vordergrund.

Gewählt werden kann die Anwendung des ziff-Prozesses

(A) bei schwerwiegenden psychisch-emotionalen Symptomen

(B) bei schwerwiegenden körperlichen Symptomen

(C) im Coaching im beruflichen Kontext

Die maximale Teilnehmerzahl im Vertiefungs-Baustein beträgt 10 Personen. Die Wahl der jeweiligen Schwerpunkte erfolgt im Anschluss an das Modul (4).

Termine:
Samstag 10.00 -18.00 Uhr
Bei Terminen und Veranstaltungsort können Wünsche der Teilnehmer berücksichtigt werden.